Doypack oder Schlauchbeutel? So wählen Sie das passende Maschinenkonzept
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Ein attraktiver Beutel ist noch kein fertiges Verpackungskonzept. Für die Maschinenwahl müssen Sie auch wissen, wie er hergestellt, befüllt und verschlossen wird. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen vorgefertigten Beuteln und Beuteln, die auf der Verpackungsmaschine aus Rollenmaterial entstehen.
Beutelform und Maschinenprinzip nicht verwechseln
Doypack bezeichnet eine Standbodenbeutelform, nicht ein einziges Maschinenprinzip. Eine Anlage für vorgefertigte Beutel übernimmt Beutel, öffnet, füllt und verschließt sie. Eine vertikale Schlauchbeutelmaschine, kurz VFFS, formt dagegen Beutel aus Folie. Welche Formen und Verschlüsse möglich sind, hängt von der konkreten Ausführung ab.
Mit Produkt und Verkaufsverpackung beginnen
Welche Füllmenge, Standfähigkeit und Wiederverschließbarkeit benötigen Sie? Soll das Produkt im Regal stehen, hängen oder in einer Schachtel liegen? Legen Sie die unverzichtbaren Eigenschaften fest. Erst danach vergleichen Sie Konzepte, die diese Anforderungen tatsächlich erfüllen, statt die Maschine nur nach einem Musterbeutel auszuwählen.
Packmittelversorgung mitbewerten
Rollenfolie und vorgefertigte Beutel erfordern unterschiedliche Beschaffung und Bereitstellung an der Linie. Vergleichen Sie Packmittelpreise anhand konkreter Spezifikationen und Mengen. Berücksichtigen Sie außerdem Lagerbedarf, Nachfüllaufwand, Materialverluste und Lieferfähigkeit. Eine pauschale Aussage, welches Prinzip immer günstiger ist, hilft hier nicht.
Dosierung, Reinigung und Wechsel prüfen
Die Verpackungsmaschine braucht eine zum Produkt passende Dosierung. Staub, Klebrigkeit oder Bruchanfälligkeit beeinflussen das Füllen und die Sauberkeit der Siegelzone. Prüfen Sie zudem, welche Format- und Produktwechsel vorgesehen sind, welche Teile gewechselt werden müssen und wie Reinigung und Zugänglichkeit praktisch aussehen.
Den Vergleich mit Mustern absichern
Lassen Sie Originalprodukt und geplantes Packmittel testen. Beurteilen Sie Beutelqualität, stabile Leistung, Ausschuss und Wechselabläufe unter vereinbarten Bedingungen. Beziehen Sie Kontrollwaage, Kartonierung und Palettierung mit ein: Die schönste Einzelverpackung nützt wenig, wenn sie in der restlichen Linie schlecht geführt oder gruppiert werden kann.
- Verpackungseigenschaften und Pflichtformate festlegen
- Geeignete Maschinenprinzipien gegenüberstellen
- Packmittel- und Betriebsaufwand vergleichen
- Produktversuche und Schnittstellenprüfung vereinbaren
Quellen & weiterführende Informationen
Herstellerquellen erläutern technische Prinzipien; sie sind keine Lieferantenempfehlung. Die konkrete Auslegung erfordert Produktversuche und eine projektspezifische Prüfung.